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Republik in Ostafrika am Indischen Ozean, 582 646 km², 33,8 Mio. Einwohner, Hauptstadt Nairobi, Amtssprache Swahili.

Land und Leute

Vulkanisches Hochland mit dem Mount Kenia (5 194 m) und mildem Klima prägt den Südwesten von Kenia, während sich nach Norden, Osten und Südosten Steppen und Wüstensteppen anschließen. Im Hochland und an der niederschlagreicheren Küste konzentriert sich die zu 60 Prozent aus Angehörigen von Bantustämmen bestehende Bevölkerung, die sich noch weitgehend zu animistischen Kulten bekennt. Landwirtschaft (Mais, Getreide, Bananen, für den Export Kaffee, Tee, Südfrüchte u. a.) und Fremdenverkehr (u. a. Tauchschulen, Safaris) sind die Säulen der kenianischen Wirtschaft, während die Industrie (Verarbeitung von Nahrungsmitteln, Textilien, Zement) nur eine geringe und der Bergbau (Grafit, Salz, Silber) fast keine Rolle spielt.

Geschichte

 Schon Ägypter und Römer drangen bis ins Gebiet des heutigen Kenias vor, 1505 erreichten die Portugiesen Mombasa, mussten aber im 18. Jh. vor den Arabern weichen. Im 19. Jh. kam es zur britischen Kolonisierung des Landes (1895 Protektorat Ostafrika, 1920 Kronkolonie Kenia). Die durch den 2. Weltkrieg geschwächte Kolonialmacht sah sich in den 50er Jahren Forderungen nach Unabhängigkeit gegenüber, die in den Aufstand der Mau-Mau mündete. Zwar gelang dessen blutige Niederschlagung 1956, doch die von Jomo Kenyatta geführte KANU setzte den Kampf fort und am 12. Dezember 1963 die Unabhängigkeit durch. Unter dem Staatsgründer begann eine Politik der konsequenten Afrikanisierung, die viele Europäer, v. a. aber die Asiaten vertrieb. Als nach Kenyattas Tod (1978) alte Stammesrivalitäten aufbrachen, wurde 1982 das Einparteiensystem eingeführt und erst 1991 wieder eine Opposition zugelassen. 2000 Inkrafttreten der gemeinsam mit Tansania und Uganda begründeten Ostafrikanischen Gemeinschaft.